Die Nationen des Nordens


 

Gaid Höhen

Die Gaid Höhen sind das Herz der Nördlichen Königreiche. In ihnen findet sich jahrhundertelange, nördliche Tradition, der Sitz der Großkönigin und ohne ein Feuerchen, der sichere, kalte Tod. Hinter den flüsternden Spitzen der Bergketten befinden sich die eisigen Ebenen auf denen die ersten Menschen der Gaid ihre Heimat, Baile errichteten. An der Seite von längst vergessenen und gigantischen Tieren zogen sie die Mauern und Gewölbe aus dem Eis hervor, die ihnen bis heute Obhut und Schutz vor der Kälte und dem peitschenden Wind des Nordens gewähren.
Angesichts ihrer Lage beschränken sich die kulinarischen Künste der Gaid Höhen auf simple Gerichte, aber starke Getränke um den Körper warm zu halten. Diese Wärme ist nicht nur auf den offenen Ebenen der Region nötig, sondern ebenfalls in den Tiefen ihrer Minen aus denen das Erz für den berühmten Stahl des Nordens geschürft wird. Stahl, dessen Herstellung und Verarbeitung meist nie die Lippen eines nordischen Schmiedes verlässt. Was jedoch auf jeden Fall seine Lippen willkommen heißen, ist der sagenumwobene Schnaps des Nordens. Zusammen mit ihren bekannten Getränken, Festen und einem Verhalten durchzogen von Ehre und Ehrlichkeit, formen die Bewohner im Herzen des Nordens eine herzhafte Zuflucht zwischen den stürmischen Fängen des nördlichen Wetters.

 

Tuchanka

Felder, Mühlen und Ställe soweit das Auge reicht, das macht Tuchanka aus. Hier erstreckt sich die Hauptversorgung und Landwirtschaft der Nördlichen Königreiche. Aufgrund seiner naheliegenden Nachbarn, ist Tuchanka dafür bekannt, viele Soldaten inne zu halten. Bestückt mit Hafensperren, Festungen und versteckten Stellungen im Inland, stellt die westlichste Provinz des Nordens die Speerspitze seines Militärs da, auch wenn ihre eigentliche Kriegskunst aus den Tiefen ihrer Ländereien entstammt.
Als Avantgarde des Angriffs und der Verteidigung steht das Kapital der Provinz, Beskha. Von dort wurden oft militärische Interventionen über Wasser durchgeführt oder abgewandt über die neutralen Insel des Glaubens, westlich von Tuchanka.
Bevölkert von Bauern und stationierten Soldaten, bildet Tuchanka einen Ort von Sicherheit und Plumpheit. Festungsähnliche Höfe und gezielte Wachtürme zieren die Landschaft in dem Bestreben, das einfache Volk zu alarmieren und zu schützen. Angesichts seiner Bevölkerung festigte sich anstatt ein Verlangen nach Rache und Plünderung, schnell ein Funke der Befreiung in den Köpfen der Soldaten. Ebenso ergaben die militärische Unterdrückung der Bürgerschaft und die harten Disziplinarverfahren des Imperiums oftmals den freiwilligen Übertritt von Kriegsgefangen in die Reihen der Nördlichen Königreiche.

 

Skalden

Ähnlich wie in allen anderen Ländern der Nördlichen Königreiche ist die Verehrung der Ahnen ein wichtiger Bestandteil der Skalden, wobei die gastfreundlichen Händler und Seefahrer ihren Nachfahren jedoch deutlich weniger Freiraum lassen, wenn es sich um ihre Profession handelt. Einzig allein durch das Ausüben und Überdauern des Handwerks seiner Ahnen, ehrt man ihr Leben und erinnert an ihre Taten in der Welt.
Durch die starke Tradition der Seefahrt und des Handels beschränkt sich die Küche der Skalden nicht nur auf Kartoffeln und plumpe Eintöpfe. Nein, seit geraumer Zeit profitiert das Seevolk deutlich von ihrem lang ausgeübten Handwerk des Handels und gar Wein, sowie exotische Früchte finden sich immer vermehrter in den Rezepten und auf den Tischen der Skalden. Gleichzeitig stärkte sich mit ihrem Gespür für Handel ihre Gastfreundlichkeit, die im Zusammenspiel mit der herzhaften, ehrlichen Art des Nordens nicht mehr das Gefühl von Familie und Heimeligkeit hervorrufen könnte, als die Arme der eigenen Mutter.

 

Vodvorot

Geboren auf einer der kältesten Inseln der Nördlichen Königreiche, haben sich die Ahnen der Bewohner Vodvorots auf die Jagd der großgewachsenen Tierwelt fokussiert. Fleisch und andere Beute wurden schnell von überlebenswichtigen Gütern zu Zeichen der Ehre und Stärke. Ein immerwährender Trieb die beste Beute zu erlegen, formte die Menschen zu vorausdenkenden Strategen, Fallenlegern und Jägern. Diese Fähigkeiten zeigten sich im Kontakt mit fremden Völkern wie denen des Imperiums als äußerst nützlich und es wurde rasant bekannt, nie einen Krieger aus Vodvorot in sein Jagdgebiet zurück zu verfolgen. Für sie jedoch, hat ihr Jagdgebiet keine Grenzen.
Nach dem Beitritt Vodvorots in die Nördlichen Königreiche erkannte man in allen Landen schnell das Potenzial ihrer Jäger und Pioniere. Geübt in den unebenen Ländereien des Nordens wurden sie in Gefechten als erstes, sowie als letztes Mittel benutzt um etliche Schlachten im Namen des Großkönigs und ihrer eisigen Heimat zu bestreiten.
Abgesehen von dem Drang nach der Jagd leben die Bewohner Vodvorots ähnlich wie ihre Nachbarn in Eisschwinge, sehr naturverbunden. Ihre Unterkünfte sind alles andere als Wunderbauten oder gar hübsch. Ein Fanatiker von Mutter Natur möge Schönheit in ihren sporadischen Zufluchten erkennen, doch ein Mensch von Welt findet sich schnell fröstelnd und unwillkommen in ihren “Hallen” wieder.

 

Eisschwinge

Anders als die typischen Nordlinge findet sich ein deutlich dunklerer Hautton bei den Bürgern Eisschwinges wieder. Dank der weiten Eissteppen und Tundren findet man hier nur schwierig Schutz vor der Sonne, welche jedoch keinen Weg in die Weiten der unterirdischen Siedlungen der großen Insel finden kann. Auf der Flucht vor den gefährlichen Wesen des Nordens suchten die ersten Menschen der Schwinge in Höhlen der wenigen Hügel und Berge Zuflucht. Die erste und größte Tiefe welche folgend ihre Hauptstadt wurde, ist Aritus. Verzweifelt nach sicherer Obhut gruben sich die Menschen in die dunklen Weiten des eisigen Steins und legten Stück für Stück die Gewölbe frei, die heute Aritus darstellen.
Was als eine Tat der Verzweiflung begann, stellte sich schnell als ein glücklicher Treffer ins Schwarze heraus sobald die Arbeiter die ersten, unterirdischen Flüsse trafen und damit jeglich Nahrung noch ein Problem darstellte.
Dank den langen, ebenen Strecken die überwinden werden mussten, bildete sich schnell eine Affinität gegenüber Hunden um diese als Zugtiere für Schlitten zu benutzen. Unter Tage waren diese jedoch nicht zu effektiv und wurden hier durch den Bau von glatten Eisabhängen die ein primitives Schienensystem bildeten, abgelöst.